Mit einem erfolgreichen Corporate Design in die Selbständigkeit - Teil 2

Der wichtigste Teil des Corporate Design: das Logo Design

Autor: Kathrin Kellner
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Wieso benötigt jedes Unternehmen unbedingt ein Logo-Design?

Das Logo Design ist der Kern der Identität Ihres Unternehmens. Ein Firmenlogo ist omnipräsent und wird Sie für eine lange Zeit begleiten. Ihr Logo ziert das Klingelschild, ist auf Visitenkarten und Briefpapier abgedruckt, prangt auf Ihren Produkten und ist auf jeder Unterseite Ihres Internetauftritts zu sehen. Sie werden sich schnell an ihr Logo gewöhnen, doch für Neukunden wird Ihr Logo stets der erste Eindruck sein, den sie von ihrem Unternehmen bekommen.

Welche Eigenschaften muss ein gutes Logo haben?

Damit ein Logo seine gewünschte Wirkung auch erzielt, müssen ein paar Dinge beachtet werden.

1. Einzigartig und einfach

Jede Firma ist einzigartig und so sollte auch das Logo sein. Denn wenn es individuell ist, hebt es Sie auch von Ihrer Konkurrenz ab. Dabei sollten Sie sich jedoch lieber an einfachere Formen halten und kein zu filigranes Design nehmen, denn je einfacher ein Design gehalten ist, desto höher ist sein Wiedererkennungswert und desto einprägsamer ist es. Der Wiedererkennungswert eines Logos ist besonders wichtig, da so Ihre Firmenidentität über längere Zeit aufgebaut wird und Sie Ihre Bekanntheit steigern. 

 

2. Kurzlebige Trends vermeiden

Da die Änderung des eigenen Logos mit großem Aufwand verbunden ist, sollte ein zeitloses und langlebiges Design bevorzugt werden. Es ist nicht ratsam zu sehr aktuellen Trends zu folgen. Trends kommen und gehen, ihr Logo aber sollte bleiben. Wählen Sie also lieber ein zeitloses Design, das in vielen Jahren auch noch aktuell und ästhetisch ist.

 

3. Zielgruppe abgrenzen

Bevor Sie Ihr Logo designen lassen, sollten Sie definieren, welche Zielgruppe damit erreicht werden soll. So hat ein Online-Shop für Kinderspielzeug beispielsweise eine komplett andere Zielgruppe als ein Hersteller von Gleitsichtbrillen. Das Kinderspielzeug-Logo sollte wohl verspielt und kindgerecht wirken, das Gleitsichbrillen-Logo seriös und gesetzt. Versetzen Sie sich also in Ihre Zielgruppe hinein und überlegen Sie sich ganz genau was bei dieser ankommt. 

 

4. Typographie

Die Typographie ist die Lehre von der Schrift. Und Schrift kommt in jedem Logo vor. Es gibt weit über 100.000 verschiedene Schriftarten und ein guter Designer kann die Wirkung einer Schriftart sehr gezielt einsetzen, um eine gewünschte gestalterische Wirkung zu erzielen. Es gibt Schriftarten mit einer klassischen Anmutung (denken Sie an Coca Cola) oder sehr klare Schriftarten wie die Helvetica, die in unzähligen bekannten Logos verwendet wird. Oder hätten Sie gedacht, dass die Schriftzüge bekannter Marken wir BMW, Lufthansa, Jeep, Nestle, Panasonic, BASF, 3M uvm. alle auf ein und derselben Schrift, nämlich ebenjener Helvetica basieren?

Wäre es da nicht auch eine gute Idee mit Helvetica oder einer verwandten Schrift zu arbeiten, wenn Sie ihrem Logo eine besonders seriöse Aura verpassen wollen? Unser Rat: Entscheiden Sie sich gezielt für eine bestimmte Typographie und seien Sie sich der Wirkung bewusst.

 

5. Farbwirkung und Schwarz-Weiß-Variante

Die Farbe in Ihrem Logo-Design sollte nicht allein nach Ihrem persönlichen Geschmack ausgewählt werden. Denn es gibt viele Dinge, die bei der Farbgebung berücksichtigt werden müssen. Hier müssen Sie sich Gedanken darüber machen, was eine Farbe ausdrückt. Welche Eigenschaften und Emotionen vermittelt Sie? Rot wird als sehr aufregend und spannend empfunden, wohingegen die Farbe blau beruhigend und vertrauenswürdig wirkt.

Was passt am Besten zu Ihrer Branche? Jede Branche hat bevorzugte und weniger verwendete Farben. Bei naturverbundenen Marken wie Greenpeace oder Animal Planet wird grün als Farbe der Natur beispielsweise favorisiert. 

Wichtig ist außerdem, dass Sie sparsam mit dem Einsatz der Farben umgehen. Hier gilt wie so oft “weniger ist mehr”. Eine gängige Empfehlung ist, dass maximal drei Farben eingesetzt werden: eine Hauptfarbe und zwei unterstützende Farben. 

Sie sehen, es ist gar nicht so einfach, die passende Farbe zu wählen. Eine Farbe ist nicht einfach nur eine Farbe, sondern weitaus mehr. Beachten Sie die jeweilige Wirkung und Aussage der Farbe und nutzen Sie diese zu Ihrem Vorteil! 

Außerdem muss Ihr Logo auch in der heutigen digitalen Zeit nach wie vor als Schwarz-Weiß Variante funktionieren. Denn jedes Logo wird irgendwann auf einem einfachen Kopierer vervielfältigt oder per Fax übertragen und sollte dann immer noch zu erkennen sein und funktionieren. Bevor Sie sich also für ein konkretes Logo-Design entscheiden, sollten Sie immer auch die Schwarz-Weiß Variante prüfen.

 

6. Welche Elemente sollen in Ihr Logo-Design? / Typographisches Logo oder Bildmarke? 

Als letztes stellt sich die Frage, ob man lediglich eine Wortmarke, also ein rein typographisches Logo verwenden möchte, oder auf eine Kombination des Firmennamens und einer Bildmarke zurückgreift.

Die Wortmarke, ein Schriftzug der Firmen,- oder Produktnamen wiedergibt, wird in jedem Logo benötigt. Wohingegen eine Bildmarke nicht unbedingt notwendig ist.

Man sollte jedoch beachten, dass es weitaus schwieriger ist, mit einem Schriftzug alleine die oben genannten Eigenschaften widerzuspiegeln. Deutlich einfacher ist dies mit einer Bildmarke, denn sie unterstützt den Firmennamen durch grafische Elemente und kann deutlicher zeigen, was Ihr Unternehmen macht. 

Nachfolgend wird anhand einiger Beispiele gezeigt, wieviele Möglichkeiten Sie bei der Gestaltung Ihres Logo-Designs haben: 

Zum Autor:

Kathrin Kellers Leidenschaft ist Kommunikation auf allen Kanälen. Sie ist seit 2015 bei designenlassen.de im Bereich Online-Marketing tätig. Dort schreibt sie unter anderem für den firmeneigenen Blog.

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