Marktforschung per Kundenbefragungen - 6 Tipps für Ihre Kunden-Interviews

Wettbewerbsanalyse durch Kunden-Interviews


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Einen Interviewpartner zu gewinnen, der sein Wissen mit Ihnen teilt, ist insbesondere für Gründer eine gute Übung für die spätere Kundenakquise. Damit diese fremde Person spontan dazu bereit ist, muss man den richtigen Moment finden und dem Gegenüber während des Gesprächs ein angenehmes Gefühl vermitteln.

Kundenbefragung

Die Befragung von Kunden vor dem Geschäft eines Mitbewerbers oder an anderen geeigneten Orten kostet Überwindung. Doch in vielen Fällen bringt sie wertvolle Informationen etwa über den Anbieter und das Kundenverhalten aus erster Hand. Das persönliche Interview sollte für Ihren Gesprächspartner keine Abfrage-Situation sein, sondern eher ein lockeres Gespräch.
Stellen Sie klar, dass Sie in diesem Interview nichts verkaufen möchten, um so die Ablehnung und das Misstrauen zu reduzieren. Die Reihenfolge der Fragen und auch den Wortlaut sollten Sie deshalb nicht ablesen, sondern an den Gesprächspartner anpassen. Die vorher festgelegten Kernfragen sollten Sie natürlich auf jeden Fall stellen, da Sie dieses Wissen bspw. für Ihren Businessplan brauchen. Mischen Sie dabei offene Fragen „Was gefällt Ihnen an diesem Geschäft?“ mit geschlossenen Fragen, auf die man nur mit „Ja/Nein“ oder vorgegebenen Alternativen antworten kann. Achten Sie darauf, das Interview genau wie einen Fragebogen nicht zu sehr in die Länge zu ziehen, da die Befragung sonst abgebrochen werden könnte. 

6 Tipps für Ihre Interview-Fragen:

1. Stellen Sie sich zu Beginn des Gesprächs kurz vor: „Mein Name ist …. Ich gründe ein neues Unternehmen im Bereich …“
2. Zeigen Sie aktives Interesse an der Meinung des Gesprächspartners: „Damit wir alles richtig machen, ist uns die Meinung von Kunden wie Ihnen besonders wichtig.“
3. Zustimmung einholen: „Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen? Es dauert nur zwei Minuten.“
4. Gesprächspartner identifizieren: „Darf ich Sie nach Ihrem Namen fragen?“
5.
Inhaltliche Fragen stellen. Brechen Sie das Eis mit einer „harmlosen“ Eingangsfrage. Schreiben Sie die Antworten mit. Hören Sie aktiv zu. Nicken Sie. Lächeln Sie.
6.
 Fragen Sie sodann unter anderem nach folgenden Themen:

  • Gefragte Produkte/Dienstleistungen: „Was haben Sie heute bei … gekauft? Welches Angebot haben Sie genutzt?“ 
  • Kaufhäufigkeit: „Wie oft kaufen/nutzen Sie … ?“ 
  • Kaufmenge bei Produkten: „Wie viel haben Sie gekauft?“ 
  • Preis: „Was haben Sie bezahlt?“ 
  • Einkaufsort: „Warum kaufen Sie gerade hier?“ 
  • Kundenloyalität: „Kaufen Sie immer hier? Wieso?“ 
  • Produkteigenschaften: „Was gefällt Ihnen besonders gut an …?“ 
  • Kundenkritik: „Was könnte Ihrer Meinung nach noch besser sein?“ 
  • Bei unklaren Antworten sollten Sie nachfragen. 
  • Bedanken Sie sich für die Informationen: „Vielen Dank für das interessante Gespräch, Herr/Frau …“
  • Kontaktdaten sammeln: „Darf ich mich nochmal bei Ihnen melden? 
  • Geben Sie mir Ihre E-Mail-Adresse?“  

Schätzen Sie die Wertigkeit des Gesprächs nach dem Gespräch nach Schulnoten ein und notieren Sie die Note mit kurzer Begründung unter Ihren Stichpunkten.

 

 

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