„Leitfaden“ zur Erstellung eines Businessplans


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„Leitfaden“ zur Erstellung eines Businessplans

Es gibt einige Eckdaten, die sich wie ein roter Faden durch alle Empfehlungen zur Erstellung eines Businessplans ziehen. So fasst Trautmann wichtige Inhalte des Gründungskonzeptes wie folgt zusammen: „Unverzichtbar sind Angaben zur Umsetzbarkeit der Geschäftsidee, d.h. zur wirtschaftlichen und finanziellen Machbarkeit der Idee, zum  Alleinstellungsmerkmal und dem Kundennutzen, die als Abgrenzung zum Wettbewerb deutlich herauszustellen sind.

Von Interesse sind außerdem die handelnden Personen, d.h. Angaben zur Kompetenz und zu den Erfahrungen der Gründer sowie ihre Zuständigkeiten im neu gegründeten Unternehmen. Außerdem müssen Schritte zur Realisierung des Gründungskonzeptes plausibel dargestellt werden und die Annahmen zur Unternehmensentwicklung und der Planung (auch Investition und Finanzierung) nachvollziehbar sein. Eine vollständige Marketingstrategie und die Chancen-Risiko-Analyse runden den BP ab.“ Das Aufzeigen eines ausreichenden Umsatzpotenzials darf darüber hinaus nicht fehlen.

Auf die To-do-Liste
  • Achten Sie besonders auf die äußere Form, d. h. auf korrekte Grammatik und Zeichensetzung, und benutzen Sie die Rechtschreibeprüfung Ihres Textverarbeitungsprogramms. Machen Sie sich Gedanken zur optischen Gestaltung Ihres Geschäftskonzeptes, reichen Sie keine „Lose-Blatt-Sammlung“ ein.
  • Achten Sie auf gute Lesbarkeit des Businessplans, verwenden Sie eine Standardschriftart und mindestens Schriftgröße 10 pt. Ihr Businessplan sollte „aus einem Guss“ sein, ein Sprachstil sollte sich durch das Dokument ziehen. Und verwenden Sie klare und verständliche Formulierungen, vermeiden Sie technische Ausschweifungen und nichts sagende Phrasen.

Neben dem Inhalt kommt es auf die äußere Form, das Layout und die gute Lesbarkeit des Konzeptes an. Der Businessplan sollte aus einem Guss sein, nur einen Verfasser haben, dessen Schreibstil sich durch das gesamte Dokument zieht. „Dazu gehören auch korrekte Grammatik und Zeichensetzung“, verdeutlicht Daniel Höller, aktueller Projektleiter des NUK-Businessplan-Wettbewerbs, der Existenzgründer im Rheinland betreut. Er empfiehlt, nach Fertigstellung des Businessplans die Rechtschreibeprüfung des Textverarbeitungsprogramms einzusetzen.

Der Businessplan ist
die Visitenkarte Ihres Unternehmens

Ein vermeintlich nahe liegender Hinweis, der leider von Gründern immer wieder missachtet wird. „So entstehen ärgerliche Flüchtigkeitsfehler, die die Lesbarkeit und somit den Gesamteindruck des Konzeptes beeinträchtigen. Schließlich ist der Businessplan auch die Visitenkarte eines Unternehmens“, mahnt Höller zu Sorgfalt. „Der Businessplan sollte eine sinnvolle Gliederung haben, die dem Leser das Auffinden wichtiger bzw. interessanter Textstellen erleichtert.“ Die meisten Leser sind nicht bereit, sich die relevanten Daten aufwendig aus dem Businessplan zusammenzusuchen. Transportiert der  Businessplan durch Aufmachung und Styling ein durchgängiges und einheitliches Corporate Design, so hebt er sich meist schon positiv von anderen Plänen ab und weckt das Interesse der Leser, berichten die Vertreter von futuresax und NUK übereinstimmend.

Zur Veranschaulichung vor allem technologisch abstrakter Ideen dient die Einbindung von visuellen Darstellungen wie Grafiken oder Fotos. Dies hilft dem Leser, das geplante Gründungsvorhaben besser zu verstehen, so Trautmann, die die Auflockerung langer Textpassagen durch Abbildungen empfiehlt. Allerdings sollte hier maßvoll gehandelt werden, umfassende zeichnerische Darstellungen sind ebenso wie ausführliche technologische Abhandlungen besser im Anhang zum Businessplan aufgehoben. In diesem Anhang findet auch die bildliche Darstellung einer „Dienstleitung in Aktion“ Platz, die durchaus zur Verdeutlichung des besonderen Kundennutzens einer Geschäftsidee in Erwägung gezogen werden sollte.