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Juli 2009

Nach dem Gespräch mit ihrem Gründungsberater Bernd Niemeyer ist der Businessplan nun insofern korrigiert worden, als die Produktpalette angepasst und auch entsprechend bepreist wurde. Beratung ist nun ein separates und wichtiges Angebot. Der Trainerpool und die Einzelakquise sind nach wie vor wichtige Segmente. Als Abrundung der Produktpalette, die aber wirtschaftlich weniger zum Tragen kommen, gibt es nun auch das Gründercoaching und das Trainerhunting. Das ergibt eine völlig neue Rechnung, insbesondere, da sich die Preisstrukturen deutlich geklärt haben. „Anfangs habe ich meine Leistung viel zu kostengünstig angeboten. Das war mir zwar klar, ich hatte allerdings noch keine Referenzen und wenig direkte Kundenerfahrung. Beides habe ich nun, und so kann ich meinen Preis beim Kunden ganz anders vertreten“, erklärt Eder.

Auch sonst ist sie ganz zufrieden. Den organisatorischen Teil des Unternehmerdaseins hat sie gut im Griff. Im Herbst wird sie KfW-Gründercoaching beantragen, denn speziell im Bereich Controlling wird sie weiterhin Unterstützung benötigen. Der Schritt aus dem abgesicherten Dasein hin zur geförderten Jungunternehmerin wird für sie also wenig dramatisch. „Da wird nichts weiter passieren, als dass mir die Arbeitsagentur mitteilt, dass die Förderung ausläuft“, meint Angelika Eder gelassen.

August 2009

Hut ab! Die Gründerin Angelika Eder hat schnell ihre Marktlücke gefunden und erfolgreich besetzt

Das Tagesgeschäft läuft weiterhin gut. Allerdings zeigen sich erste Tücken des Unternehmerdaseins: Die Zeit wird knapper. „Ich stelle fest, dass ich bei Erstkontakten viel professioneller bin, aber auch wesentlich ökonomischer mit meiner Zeit umgehe. Denn ich bin schon ganz schön beschäftigt.“ Das zeigt sich mittlerweile auch in kleinen Dingen: Von Anfang an hatte Angelika Eder geplant, mit Headset zu telefonieren. Doch dazu kam es noch nicht. Zweimal hat sie ein Gerät gekauft und umgetauscht, weil es nicht mit ihrer Telefonanlage kompatibel war. Jetzt liegt das Vorhaben erst einmal auf Eis, denn es sind meist andere Dinge wichtiger. Dennoch ist klar, dass das Zeitmanagement eine wichtige unternehmerische Aufgabe ist. „Ich achte schon darauf, dass ich mich nicht verausgabe. In diesem Punkt kann ich mich auf mein privates Umfeld verlassen: Mein Lebensgefährte begleitet meine Selbständigkeit mit hohem Interesse und sehr engagiert. Sollte er sich aber irgendwann einmal vernachlässigt fühlen, bekomme ich sicher rechtzeitig eine Warnung. Im Augenblick habe ich so viel Spaß an der Arbeit, dass mich diese Euphorie noch gut trägt.“

Ausblick

Mittelfristig denkt Angelika Eder an Wachstum. Wie dieses Wachstum genau aussieht, weiß sie aber heute noch nicht. „Es gibt da verschiedene Denkmodelle, von einer engeren Zusammenarbeit mit heutigen Kooperationspartner über eine Partnerschaftsgesellschaft bis hin zum ersten eigenen Mitarbeiter. Ich bleibe aber auch in diesem Punkt vorsichtig, denn das  hat sich bisher sehr bezahlt gemacht. Natürlich besteht diese Option nur, wenn der Trainerlotse so gefragt bleibt wie bisher. „Davon bin ich fest überzeugt – schließlich habe ich eine Marktlücke erfolgreich besetzt. Ob es sich lohnt, weiter darüber nachzudenken, wird die erste Jahresbilanz Ende 2009 zeigen.“