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September 2009

Obwohl der Trainerlotse sich noch im ersten Geschäftsjahr befindet und die Gründerin damit noch im geschützten Bereich der Förderung durch die Arbeitsagentur arbeitet, ist jetzt schon klar, dass sie sich bereits vor Jahresende dank der positiv verlaufenden Umsatzzahlen finanziell selbst tragen kann. Was sie darüber hinaus erwirtschaftet, legt sie für den Notfall beiseite. „Wie mein Gewinn ganz genau aussehen wird, kann ich natürlich erst nach der ersten Steuererklärung sagen. Aber die voraussichtlich anfallenden Steuern sind zurückgelegt, die laufenden Kosten bezahlt, sogar ein privates Darlehen, das die ersten drei Monate der Gründung abgesichert hat, in denen eine Sperrfrist von der Arbeitsagentur bestand, ist bereits beglichen. So bin ich ganz zuversichtlich, dass mein Gewinn etwa der Planung entspricht.“

Spätestens die Halbjahresbilanz hat aber auch gezeigt, dass das Geschäft des Trainerlotsen eher kleinteilig ist. Angelika Eder sieht das gelassen: „Ich bin nicht so abhängig von wenigen, großen Auftraggebern, bei denen ich mich sorgen müsste, dass sie irgendwann wegbrechen! Mich beruhigt es vielmehr, dass das Tagesgeschäft sich so aufteilt, dass ich es sehr gut verschmerzen kann, einen Auftrag nicht zu bekommen oder vielleicht sogar abzulehnen.“ Diese Umsatzverteilung bedingt aber auch einen ziemlich disziplinierten Umgang mit dem Thema Eigenakquise. Das funktioniert soweit gut, nicht zuletzt wegen der zahlreichen Weiterempfehlungen, doch flankierend muss der Trainerlotse durch eine entsprechende Präsenz in der Öffentlichkeit weiter bekannt gemacht werden. Nach der finanziellen und inhaltlichen Bilanz steht nun für die nächsten Monate der Bereich Marketing auf dem Arbeitsplan der Gründerin.

Oktober 2009

Der Trainerlotse wird zur eingetragenen Marke! Die Angebotspalette hat sich im Jahr 2009 soweit geklärt, dass das Profil des Trainerlotsen eindeutig greifbar ist. Um ihren Geschäftsbereich zu schützen, hat Angelika Eder die Markenrechte für den Trainerlotsen beantragt. Damit ist ihr als Unternehmerin nicht nur ein weiterer Schritt in der Professionalisierung ihrer Tätigkeit gelungen. Auch die Außenwahrnehmung wird durch den Markenschutz gestärkt. „Branding“ nennen das die Werber – doch dazu gehört mehr als nur eine gesetzlich geschützte Marke. Sie muss in der Öffentlichkeit als solche auch wahrnehmbar sein.

November 2009

Also wird der Marketingmix überprüft. Daraus resultiert, dass Web 2.0-Anwendungen stärker in die Öffentlichkeitsarbeit des Trainerlotsen einbezogen werden sollen. Logische Konsequenz für Angelika Eder: die Planung eines Podcasts! „Das Medium des Trainerlotsen ist ganz klar die Stimme, darum habe ich mich für den Podcast entschieden. Andere Bereiche des Web 2.0, z.B. Twitter, habe ich zwar erwogen, aber das passt weder zu mir noch zu meinem Geschäft. Sollte es irgendwann im Geschäftsleben zum guten Ton gehören, zu twittern, so wie heute jeder eine Homepage hat, dann kann ich mich immer noch damit beschäftigen!“
Also führt der Trainerlotse erste Sondierungsgespräche mit einer Internet-Plattform, die Podcast-Reihen zu verschiedenen Weiterbildungsthemen anbietet. Der Kontakt ist erfolgreich. Es wird vereinbart, dass Angelika Eder zunächst ein Konzept vorschlägt. Dann soll es an die Planung der Details der Kooperation gehen. Geplanter Start der Reihe ist der Jahresbeginn 2010. Bis dahin müssen nicht nur die inhaltliche Dimension und die Art der Zusammenarbeit geklärt werden – auch die Erfordernisse der Technik müssen recherchiert und nicht zuletzt beherrscht werden. Eine Aufgabe, die neben der täglichen Arbeit eine beträchtliche Zeit verschlingt!

Parallel dazu bereitet Angelika Eder eine Weihnachtsaktion vor „Vertriebsberatung – quick and dirty“! Dieses Angebot, in dem sie eine vierstündige Beratung zum Festpreis auslobt, hat ihren Umsätzen bereits so gut über das erwartete Sommerloch geholfen, dass dieses gar nicht erst eintrat. Bleibt abzuwarten, ob diese Aktion auch den Jahreswechsel so elegant in Schwung bringt. In jedem Fall ist auch ein Weihnachtsgeschenk für den Trainerlotsen geplant: ein Notfallkoffer, der alle Unterlagen enthält, die ein Externer für die kurzfristige Fortführung der Geschäftstätigkeit bräuchte, wird angeschafft. „Über das Unternehmerinnen-Netzwerk Schöne Aussichten habe ich von diesem Notfallkoffer der Firma Volckens-Concepts erfahren und war begeistert! Das ist eine sehr einfache und kompakte Lösung für die leidige Vorsorge für Notfälle. So etwas lässt mich möglichen Engpässen in Zukunft viel gelassener entgegen sehen.“