Auf zu neuen Märkten

Erfolgsstory der 4JET GmbH


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2006 ist die 4JET Sales+Service GmbH ist kaum drei Jahre alt und darf sich bereits mit Lorbeeren wie „führender Lieferant“ oder „Technologieführer“ schmücken. Und das rasante Wachstum des Laser-Spezialisten geht weiter ...

Durch konsequente Weiterentwicklung seiner Lasertechnologie schafft Jörg Jetter Innovationen, die ihm in zahlreichen Branchen wie der Solar- oder Automobilindustrie neue Märkte eröffnen

Wenn Firmen ihren Geschäftspartnern und Kunden mitteilen, sie seien ab sofort unter einer neuen Adresse erreichbar, ist das häufig ein untrügliches Zeichen dafür, dass sich das Unternehmen vergrößert hat. Auch der Umzug der 4JET Sales+Service GmbH von Hückelhoven ins 25 Kilometer entfernte Alsdorf Ende März hat vor allem einen Grund: Der alte Firmensitz wurde für die mittlerweile knapp 30 Mitarbeiter zu klein. Und das bereits drei Jahre nach Unternehmensgründung.

Die 4JET Sales+ Service GmbH ist vom ersten Tag an gut gestartet – und seither kontinuierlich gewachsen. Doch Geschäftsführer Jörg Jetter sieht darin noch lange keinen Grund, sich zurückzulehnen. Vielmehr forscht er bereits nach der nächsten Innovation, treibt den nächsten Entwicklungsschritt voran: „Wir suchen Markt Nummer drei“, sagt Jetter. „Einen Markt, der unabhängig von der Solar- und der Autoindustrie ist.“ Die Solar- und die Autobranche – das sind die Märkte, auf denen 4JET bislang agiert.

Das sind die Branchen, in denen selbst große, etablierte Unternehmen die kleine, junge Firma kennen. Sogar Anbieter aus dem Ausland, aus Asien zum Beispiel, wissen seit der Gründung von 4JET, wo die Orte Hückelhoven bzw. Alsdorf zu finden sind. Etwa 40 Prozent betrage der Umsatzanteil im Ausland, sagt Jetter. Und das – man muss es einfach nochmals betonen – nur drei Jahre nach Unternehmensgründung.

Start auf Umwegen

Eine eigene Existenz aufzubauen – daran hatte Jörg Jetter nicht gedacht, als er sich an der Universität Göttingen für Sozialwissenschaften, Kommunikationswissenschaften und Jura einschrieb. Auch nach dem – abgebrochenen – Studium bevorzugte er ein Angestelltenverhältnis. Anderthalb Jahre lang begleitete er als Public-Relations-Mitarbeiter bei DaimlerChrysler die Einführung des Smart. Erst der nächste Schritt war – und auch das wohl erst in der Nachbetrachtung – der erste in Richtung Selbständigkeit. Jetter stieg nämlich ins väterliche Unternehmen ein. Dort kümmerte sich Jetter Junior zwar nicht um das große Ganze, aber dafür um „Verkauf, Absatz, Vertrieb“.

Und bei Jet Lasersysteme, wie das Unternehmen des Vaters hieß, kam er erstmals mit „dem Themenkreis Lasertechnik“ in Berührung. Je länger sich Jetter damit beschäftigte, je mehr er mit Kunden und Fachleuten sprach, desto klarer sah er das Potenzial: dass man damit beispielsweise sehr dünne Schichten von sensiblen Materialien wie Glas entfernen könne. Jetter schoss die Solarindustrie als potenzieller Kundenkreis in den Kopf, er sprach wieder mit Fachleuten und wandte sich direkt an Hersteller von glasbasierten Solarzellen. „Ich habe den Firmen gesagt: Wir haben die Technologie, wo kann man die einsetzen? Und die Kunden antworteten: in der Rand-Entschichtung.“

Lasertechnik zum Entschichten und Reinigen von Oberflächen

In dem Moment wurde aus einer Idee eine Firma, die 4JET Sales+Service GmbH. Denn nachdem der erste Hersteller, einer der Branchengrößen, Interesse bekundet hatte, ging es darum, das entscheidende Produkt zu entwickeln. Gemeinsam mit Naturwissenschaftlern und Technikern, die Jetter einstellte, gelang es: 4JET konnten seinem Kunden ein neuartiges Lasersystem zum Reinigen und Entschichten von Oberflächen präsentieren. „Bei der Herstellung von Solarzellen werden auf Glasscheiben Halbleitermaterialien und eine Deckschicht aufgetragen“, erklärt Jetter. „Diese Schichten müssen am Ende des Herstellungsprozesses an den Rändern der Glasplatte wieder entfernt werden, zum Beispiel, um Rahmen anbringen zu können.“

Bei diesem Prozess dürften die Glasplatten keinen Schaden erleiden – selbst allerfeinste Mikrorisse könnten die Qualität der Solarzelle entscheidend mindern. Doch genau dieses Problem trete bei den herkömmlichen, mechanischen Verfahren immer wieder auf. Jetters Lasertechnologie dagegen garantiert eine kratzfreie Oberfläche. Ein spezielles Absaug- und Filterverfahren vermeidet zudem die bislang unvermeidlichen Staubemissionen. Fast alle Hersteller, auf die der im Vertrieb erfahrene Jetter anschließend zuging, orderten die Technologie. „Das war der entscheidende Schritt“, freut sich Jetter, „dass wir nach dem ersten Kunden schnell weitere namhafte Firmen aus der Photovoltaik-Branche als Abnehmer gewinnen konnten.“