Trinkwasser für alle!

Innovative Trinkwasseraufbereitung


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Zur Bekämpfung der Trinkwasserproblematik in ländlichen Entwicklungsregionen hat das Kasseler Start-up Autarcon ein solar betriebenes System entwickelt, das sauberes Wasser vor Ort ermöglicht.

Eine Milliarde Menschen auf der Welt haben aktuell keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Stattdessen sind sie auf Wasser angewiesen, das meist aus Flüssen oder Wasserlöchern stammt. Besonders in denjenigen afrikanischen Entwicklungsländen, in denen Trinkwasser und Abwasser selten voneinander getrennt werden, breiten sich zunehmend lebensgefährliche Krankheiten wie Typus und Cholera aufgrund der mangelhaften Wasserqualität aus.

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) geht davon aus, dass weltweit jeden Tag allein mehr als 5000 Kinder  infolge von wasser- und sanitärbedingten Krankheiten sterben. Ein schwacher Trost ist vor diesem dramatischen Hintergrund, dass die Vereinten Nationen sich vor Jahren darauf verständigt haben, den Anteil der „Menschen ohne Zugang zu einwandfreiem Wasser“ bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Wichtiger noch als Vereinbarungen sind jedoch Taten.

Nachhaltig denken, zukunftsweisend handeln
Die Autarcon GmbH, im Jahr 2010 von Florian Benz und Alexander Goldmaier gegründet, hat sich dem Wasserversorgungsproblem praktisch angenommen: Das von dem Kasseler Unternehmen entwickelte SuMeWa| SYSTEM verspricht Abhilfe. Es fördert Wasser aus nahezu jeder Frischwasserquelle, und nach einer mechanischen Filtration wird Chlor aus den im Wasser vorhandenen Salzen elektrolytisch hergestellt. Keime werden so sicher abgetötet und vor Wiederverkeimung geschützt. Ein Sensor überwacht ständig die Qualität des Wassers und passt die Chlorproduktion entsprechend der Wasserqualität an. Das preisgünstige, einfach zu wartende System ist solarbetrieben. Die Anlagen sorgen in Dörfern, Krankenstationen und an öffentlichen Trinkwasserstellen in Südamerika, Afrika und Indien für die Versorgung mit sicher trinkbarem Wasser. Das Motto der Gründer: Nachhaltig denken, zukunftsweisend handeln.

Von der Uni zur Gründung
2003 wurden am Lehrstuhl für „Rationelle Energienutzung“ an der Universität Kassel die Anforderungen an eine dezentrale energieautarke Trinkwasseraufbereitungsanlage zusammengefasst. Um die breite Anwendbarkeit dieses Systems sicherzustellen, wurden hierfür soziale, ökonomische und gesetzliche Gesichtspunkte berücksichtigt. Während der sechsjährigen Entwicklungszeit wurden nahezu alle Eventualitäten, mit denen ein solches System umzugehen hat, durchgetestet. Komponenten, die dem nicht stand hielten, wurden entweder neu entwickelt oder wegrationalisiert. Die finale auf „SuMeWa“ getaufte Technologie wurde 2009 einem letzten Leistungstest im Amazonasgebiet unterzogen. Diese Referenz-Anlage läuft heute noch zuverlässig. Mit der Gründung von Autarcon im Jahr 2010 wurde dann der Grundstein für die weltweite Vermarktung von SuMeWa|SYSTEM gesetzt.

Dies ist ein Auszug aus einem aktuellen Artikel unseres Print-Objekts StartingUp:
Den vollständigen Artikel lesen Sie in der aktuellen StartingUp - Heft 03/13 - ab dem 29. August 2013 im Handel oder jederzeit online bestellbar in unserem Bestellservice-Bereich

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 03/2013

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