Geschäftsidee: Fernkurs - Bibliothek deutschsprachiger Gedichte


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Selbstständig machen mit einem Fernkurs - worauf muss man achten? Am Beispiel eines Fernlehrgangs der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte

Fernkursmappen der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte

Um das gleich zu klären: Thema dieses Beitrags ist nicht die Vorbereitung auf die Selbstständigkeit mittels eines Fernlehrgangs in Entrepreneurship - wir meinen vielmehr: das Betreiben einer Fernakademie als Geschäftsmodell, also als Standbein für die Selbstständigkeit.

Welche Voraussetzungen muss man dafür erfüllen, wie geht man das an? Wir haben das exemplarisch am Fernlehrgang der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte untersucht und mit den Machern des Lehrgangs „Das Lyrische Schreiben“ gesprochen.

Übrigens veranstaltet die Bibliothek deutschsprachiger Gedichte seit mehr als 20 Jahren Gedichtwettbewerbe in deutscher Sprache, mit Teilnehmern aus 37 Ländern.

Doch zunächst einmal wichtige Zahlen zur Branche. Im Jahr 2012 waren insgesamt rund 400.000 Fernstudenten in knapp 3500 Fernlehr-Studiengängen eingeschrieben. Nach den Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) von 2017 liegen Angebote aus dem Segment Wirtschaft bzw. kfm. Praxis vorn, gefolgt den Bereichen Gesundheit, Sprachen und Kreativität, Freizeitgestaltung.

Zu letzterem Segment zählt der Kurs der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte, Das Lyrische Schreiben. In einem 12monatigen Fernlehrgang lernt der Studierende das Handwerkzeug eines Dichters. Er lernt hier nicht, Romane zu schreiben, nein er lernt tatsächlich, die Dichtkunst auszuüben.

Wer meint, das Angebot der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte sei ungewöhnlich und hochgradig speziell, der hat noch nicht den Katalog der Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) durchsucht. Kurse über professionelles Malen finden sich hier ebenso wie Kurse über Elektrische Steuerungs- und Regelungstechnik. Die Breite des Studienangebots ist enorm.

Um was geht es beim Lehrgang „Das Lyrische Schreiben“ der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte? Thema laut Katalog der ZFU ist die „Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten für das Schreiben von lyrischen Texten“. Ein Abschluss wird nicht erworben, eine Prüfung am Ende des 12monatigen Lehrgangs findet nicht statt. Während seines Studiums  erhält der Studierende 12 Lehrgangsmappen und eine Einführungsmappe. Der benötigte Lernaufwand beträgt ca. 4 Stunden pro Woche, 208 Stunden insgesamt. Dafür bezahlt der Studierende 110 Euro im Monat, also 1320 Euro insgesamt.

Bibliothek deutschsprachiger Gedichte: Steuerbefreiung

Ganz interessant: Der gesamte Lehrgang der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte ist von der Umsatzsteuer befreit. Das bedeutet, dass der Betreiber, die Bibliothek deutschsprachiger Gedichte, keine Mehrwertsteuer aus den genannten Studiengebühren abführen muss. Die Regelung bezieht sich auf §4, Nr. 21 Abs a des Umsatzsteuergesetzes. Demnach entfällt die Umsatzsteuer bei „unmittelbar dem Schul- und Bildungszweck dienenden Leistungen privater Schulen und anderer allgemeinbildender oder berufsbildender Einrichtungen“. Bestätigt wurde die Befreiung von der Steuer durch die Zentralstelle für Fernunterricht, die auch die Zulassung des Kursangebotes der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte vorgenommen hat.

Generell unterliegen alle Fernlehrgänge der Zulassungspflicht, bei denen es sich um Fernunterricht im Sinne des Fernunterrichtsschutzgesetzes handelt. Dies ist immer dann der Fall, wenn folgende vier Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt werden:

1. Es muss ein privatrechtlicher Vertrag vorliegen,

2. die Lehrleistung wird gegen Entgelt erbracht,

3. der Unterricht erfolgt bei überwiegend räumlicher Trennung und

4. es gibt mindestens eine individuelle Lernerfolgskontrolle.

Diese Voraussetzungen liegen beim Lehrgang der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte vor. Staatlich zugelassen wurde der Lehrgang schließlich unter der Nummer 788004.

Umfangreiche Prüfung der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte

Was besagt die Zulassung? Im Verfahren prüft die ZFU, ob ein Lehrgang den Anforderungen des Fernunterrichtschutzgesetzes entspricht - d.h. ob dieser fachlich und didaktisch für den Fernunterricht geeignet ist und die geltenden Rechtsvorschriften eingehalten werden. Dazu gehört, dass der Vertrag und die Informationsmaterialen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

Das Zulassungsverfahren hat es in sich - am Beispiel: Bibliothek deutschsprachiger Gedichte

Nach Rücksprache mit den Verantwortlichen der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte stellte sich heraus, dass sich das Zulassungsverfahren über einen Zeitraum von mehr als 30 Monaten hingezogen hat. Notwendig wurden diverse Nachbesserungen - vor allem im Bezug auf den didaktischen Aufbau des Materials. Rund 750 Seiten Lehrgangsmaterial der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte mussten vorgelegt und durch die ZFU geprüft und begutachtet werden – ein enormer Aufwand.

Tatsächlich sind die Lehrgangshefte der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte von beeindruckender Qualität. Übersichtlich und immer wieder angereichert mit Vertiefungs-, Kontroll- und Übungsaufgaben macht es Spaß, sich in das umfangreiche Themengebiet einzuarbeiten. 

Die Zulassung dient dem Verbraucherschutz

Folgende Inhalte bieten die Studienmappen: Dichten als Sprachgestalten, Finden und Erfinden, Kreativität und Talent, Die Lyrische Sprache, Mit Suggestion und Strategie, Abriss der Lyrikgeschichte, Die Form des Gedichts, Die Bildhaften Stilmittel, Das Lesen als Kehrseite des Kreativen Schreibens, Gedichtanalyse und Interpretation, Der Aufbruch in die Öffentlichkeit, Das vergnügliche Feilen am Wort - so lauten die 12 Titel des Lehrgangs der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte. Am Ende einer Studienmappe findet sich jeweils eine sogenannte Einsendeaufgabe, die der Studierende bearbeiten muss und anschließend an seinen Dozenten übersendet. Dieser korrigiert die Aufgaben und sendet sein schriftliches Feedback an den Studierenden zurück.

Generell gilt: Die Zulassung eines Fernlehrgangs dient dem Verbraucherschutz. Es wird überprüft, ob die Ziele eines Lehrgangs erreicht werden können. Dies kann auch der Erwerb eines staatlich anerkannten Abschlusses sein. Die Anforderungen an die Didaktik des Materials sind also sehr hoch, viel höher als bei Lehrgangsmaterial, das dem Präsenzunterricht genügen muss. Schließlich müssen Fernlehrgangsunterlagen für sich selbst sprechen, also ohne Erläuterung eines Dozenten verständlich rüberkommen. 

Bibliothek deutschsprachiger Gedichte: Der Verbraucher erhält umfangsreiche Widerrufsrechte

Auch die rechtlichen Bedingungen, unter denen ein staatlich zugelassenes Fernstudium veranstaltet werden dürfen, sind sehr eng: So dürfen auch bei dem Lehrgang der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte die Studiengebühren während der Studiendauer nicht erhöht werden. Der Studierende kann innerhalb der ersten 14 Tage ohne Angabe von Gründen kündigen bzw. widerrufen. Danach kommt zwar ein einjähriger Lehrvertrag zustande, der aber zum Ende des ersten Halbjahres mit einer Frist von sechs Wochen durch den Studierenden gekündigt werden darf. Nach Ablauf des ersten Halbjahres kann mit einer Frist von drei Kalendermonaten gekündigt werden.

Nur wenn diese rechtlichen Bedingungen präzise in alle Angebotsunterlagen übernommen werden, besteht eine Chance auf Zulassung durch die ZFU.

Beim Lehrangebot der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte war dies der Fall. Viele hundert Lehrgangsteilnehmer haben das Fernstudium des Anbieters in den vergangenen Jahren wahrgenommen. Im Abschlussband Lyrische Essenzen der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte sind die Beiträge der Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs „Das Lyrische Schreiben“ enthalten.

Fazit: Der Aufbau eines staatlich zugelassenen Fernstudiums verlangt vom Veranstalter, wie man am Beispiel des Fernstudiums der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte erkennen kann, viel Durchhaltevermögen und einen unbedingten Willen zu didaktischer Qualität.

Mehr zur Bibliothek deutschsprachiger Gedichte und dem Lehrgangsangebot hier:

www.gedichte-bibliothek.de