Pessimismus unter potenziellen Gründern steigt


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Nach der Corona-Krise ist vor der Krise? Deutschland droht offenbar ein heftiger Aderlass an Selbständigen und Freiberuflern. Eine aktuelle Studie zeigt die Sorgen und Nöte.

Diesen Trend zeigt eine repräsentative Befragung von über 3600 Berufstätigen in Deutschland, die von HDI zusammen mit YouGov durchgeführt wurde. Für die Studie wurden insgesamt 3633 Erwerbstätige befragt, darunter 3.268 Angestellte und 365 Selbständige bzw. Freiberufler.

Keinen Drang zum Gründen

Laut der Studie wollen 38 Prozent der Angestellten, die vor Corona eine berufliche Selbständigkeit geplant hatten, diese Pläne nicht mehr weiterverfolgen. Unter allen Angestellten in Deutschland sind 47 Prozent überzeugt, dass es nach der Corona-Krise weniger Selbständige in Deutschland als zuvor geben wird.

Die Befragung von Selbständigen belegt den pessimistischen Trend: Fast jeder sechste Selbständige gibt laut der Studie an, dass er oder sie bei passender Gelegenheit lieber in ein Angestelltenverhältnis wechseln möchte, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Jede(r) siebte sagt weiterhin, dass „er / sie seinen / ihren Kindern aufgrund der aktuellen Erfahrungen nicht mehr zur beruflichen Selbständigkeit raten könnte.

Pleitewelle befürchtet

71,4 Prozent der Selbständigen geben in der Befragung an, dass die finanziellen Risiken für Selbständige durch die Corona-Zeit in Deutschland größer geworden seien. 21 Prozent haben seit der Krise finanzielle Existenzängste. Zwei von drei Selbständigen (64 Prozent) prognostizieren daher, dass es durch die Corona-Zeit zu einer Pleitewelle in Deutschland kommen wird.

Hier gibt's alle Ergebnisse der Studie zum Nachlesen

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