Das 5-Minuten-Powertraining für Ihre Stimme

Wie Sie mit Ihrer Stimme besser arbeiten

Autor: Bettina Halbach

Stimme ist „akustische Körpersprache“ – und damit ein sehr wichtiges Kapital. Wer weiß, wie seine Stimme funktioniert und auf andere wirkt, kann gezielt an seiner positiven Wirkung feilen. Fünf Minuten täglich genügen – wie das geht, lernen Sie hier.

In Verkaufsgesprächen macht unsere Stimme 93 Prozent der Wirkung eines Argumentes aus. Hastiges Tempo oder verschluckte Silben – jeder von uns hat günstige und weniger günstige Sprechgewohnheiten. Die günstigen, positiven Gewohnheiten lassen sich gezielt fördern, von un­güns­tigen Stimmgewohnheiten kann man sich bewusst lösen.

Das folgende Stimmtraining zeigt Ihnen, dass und auf welche Weise Sie die vielen Muskeln, die an der Stimmbildung beteiligt sind, trainieren können. Sie benötigen dazu lediglich fünf bis sechs Minuten Zeit pro Tag, ob gleich nach dem Aufstehen, während des Lesens der Tageszeitung, beim Autofahren oder beim Blick in den Spiegel, bleibt ganz Ihnen überlassen.

Die akustische Standortbestimmung

Stimme ist eine Art akustische Körpersprache, mit der man sich zum Gegenüber positioniert. Man vermittelt Bescheidenheit, Respekt oder Seriosität. Weiterhin zeigen sich in der Stimme vielerlei Emotionen wie Freude, Ärger, Angst oder Trauer. Wie aber funktioniert Stimme? Durch das Zusammenspiel von Stimmlippenschwingungen, Luftdruck, Klang und Strömungsgeschwindigkeit.

Der FPK-Stimmkreis® (siehe die Grafik auf dieser Seite) zeigt jene sechs Ebenen der Stimme, die für Ihren persönlichen akustischen Auftritt entscheidend sind. Es sind Tonus, Haltung, Atem/Atmung, Klang, Artikulation und Intention. Mit Hilfe des Stimmkreises lässt sich zunächst der Ist-Zustand der eigenen Stimme fest­legen. So wird ersichtlich, in welche Richtung sich die Stimme weiterentwickeln sollte (Mehr dazu lesen Sie im untenstehenden Kasten).

Ihr Trainingsprogramm

Nach der Selbstanalyse kann das eigentliche Stimmtraining mit folgender kleinen Trainingseinheit beginnen:

 Die eigene Stimme ändert sich, indem man ihr selbst zu­hört. Das Zu­hören spricht den Steuermechanismus der Stimme an, die Sprechmuskeln arbeiten koordinierter als bisher zusammen – probieren Sie es einfach mal aus. Es funktioniert dann etwa so wie beim Tanzen: Wenn man sich dabei mit Aufmerksamkeit völlig darauf fixiert, wie sich der Partner be­wegt, fühlt es sich eckig und un­bequem an. Verfolgt man stattdessen aufmerksam und unverkrampft die eigenen Schritte und lenkt den kleineren Teil der Aufmerksamkeit auf den Partner, fühlt man sich gleich beweglicher und lockerer.