6 Tipps zur Optimierung Ihrer IT-Infrastruktur

Autor: Jens Zeyer
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Ob Handwerksbetrieb, IT-Start-up oder mittelständisches Unternehmen – die digitale Transformation sollte mittlerweile jede Branche und jeden Unternehmensbereich erreicht haben. Doch bei vielen Unternehmen herrscht Unsicherheit in Bezug auf die digitale Herausforderung und ihre bestmögliche Umsetzung. Wir haben sechs Tipps für Ihre optimale IT-Infrastruktur zusammengestellt.


1. Mit einer skalierbaren Infrastruktur umfangreiche Lastspitzen abfangen

Schneller, größer, komplexer – moderne Webseiten und Infrastrukturen sind ebenso anspruchsvoll geworden wie ihre Nutzer. Wir sind es heute gewohnt, alles zu jeder Zeit verfügbar zu haben. Und diesem Anspruch sehen sich auch (IT-)Unternehmen gegenüber.
Egal, wofür Sie Ihre Server einsetzen, mit zunehmenden Useraufkommen steigt die Anzahl der Anfragen und damit auch die Auslastung einer Serverinfrastruktur. Das geht die meiste Zeit gut, entspricht in der Realität jedoch oft dem sprichwörtlichen Tanz auf dem Vulkan: In vielen Unternehmen laufen die Server bereits mit 80 bis 90 Prozent Auslastung. Ohne Loadbalancing kann in einem solchen Fall bereits eine kurzfristige Lastspitze zum Totalausfall führen. Hier kann ein zweiter Server inklusive Loadbalancing-IP Abhilfe schaffen.
 Was genau macht nun ein Loadbalancer? Die Loadbalancing-IP ist eine IP, die die Last zwischen den IP-Adressen Ihrer Infrastrukturen in Rechenzentren verteilt. Sie bietet dank der Anycast Technologie bessere Performance, Fehlertoleranz, höhere SLA und optimierte Antwortzeiten für die Benutzer.




2. Mehr Sicherheit bei gleichen Kosten

Sie haben kritische Daten in Ihrem Netzwerk? Ganz gewiss: Aber sind diese Daten auch sicher? Datensicherheit ist eines der wichtigsten IT-Dauerthemen: Da heute zunehmend Geschäfte im Internet gemacht werden, steigt auch die Zahl der Cyber-Attacken: „58 Prozent der Unternehmen und Behörden waren in den vergangenen zwei Jahren Ziel von Cyber-Angriffen“ (Quelle: BSI, Cyber-Sicherheits-Umfrage 2015 – Die Anzahl der erfolgreichen Cyber-Angriffe nimmt zu).
 Der dabei entstehende Schaden wird auf jährlich rund 50 Milliarden Euro geschätzt (Quelle: Die Welt, Cyber-Angriffe auf deutsche Wirtschaft verursachen Milliardenschäden, 2015). Vor diesem Hintergrund wachsen gleichzeitig auch die Anforderungen an die eingesetzte IT. Doch mehr Sicherheit muss nicht unbedingt mehr Kosten bedeuten. Eine Möglichkeit ist die Absicherung Ihrer Netzwerke mittels vRack - eine exklusive Technologie für die Verwendung privater Netzwerke, um Ihre Dienstleistungen innerhalb eines gesicherten privaten Netzwerks zu verbinden, zu isolieren und zu verteilen.




3. Flexibilität und Verfügbarkeit einer Cloud – mit Ihrem eigenen Server


Clouddienste sind heute in vielen Bereichen nicht mehr nur „nice to have“, sondern unverzichtbarer Bestandteil vieler IT-Infrastrukturen. Die Auslagerung von Infrastruktur und Daten ist jedoch in einigen Fällen nicht ganz so einfach: Manche Unternehmen/Branchen haben besondere gesetzliche Anforderungen oder firmeninterne Vorgaben für die Auslagerung von IT-Infrastrukturen.
Die Lösung für diese Fälle: Erstellen Sie Ihre eigene Cloud auf Ihrer eigenen Infrastruktur. Sogenannte Bare-Metal-Infrastrukturen sind für all diejenigen interessant, die aus bestimmten Gründen ihre Cloud-Angebote selbst betreiben wollen oder vielleicht sogar müssen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch eine Vielzahl spezieller Anwendungsfälle, die mit einer Bare-Metal-Infrastruktur genauso gut, wenn nicht sogar besser realisiert werden können. Denken Sie dabei z.B. an nicht-virtualisierende Workloads wie HPC. Aber auch Anwendungen, die auf Big Data basieren und damit in sehr kurzen Zeitintervallen riesige Datenmengen verarbeiten, können von Bare Metal in Bezug auf Verfügbarkeit, Stabilität und Performanz profitieren. Damit ist Ihr Businessmodell genauso flexibel und skalierbar wie mit einer genuinen Cloudstruktur, mit dem Vorteil, dass Sie diese Infrastruktur selbst aufsetzen und an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können.





4. Eigene Cloud als Vertriebsbooster


Kennen Sie das auch: Der Vertriebler hat einen wichtigen Kundentermin, aber die 80 MB Präsentation ist nur auf dem internen Netzwerk gespeichert?
 Machen Sie Ihren externen Mitarbeitern und Kollegen, die viel unterwegs sind, alle wesentlichen Dokumente verfügbar – einfach und sicher. Mit Lösungen wie Owncloud ist es z.B. möglich Daten, Kontakte, Kalender und Multimedia-Inhalte direkt auf Ihrem Server zu speichern und zu synchronisieren. Außerdem können Sie auf alle diese Daten direkt via Webbrowser oder Mobilgerät zugreifen. Sie müssen also das Thema Sicherheit nicht aus der Hand geben, sondern können es selbst steuern: Sie sind damit so flexibel ebenso wie mit externen Cloud-Lösungen, profitieren aber von vielen Vorteilen und sind Herr über Ihre eigenen Daten. Sie wissen, wo welche Daten gespeichert sind und haben jederzeit den vollen Überblick, wer Zugriff auf welche Daten hat.




5. Gemeinsam stark – Ihr Business voranbringen


Wer heute noch denkt, sein Daily Business im Alleingang stemmen zu können, wird über kurz oder lang scheitern. Die Welt rückt näher zusammen. Und eines ist sicher: Zunehmende Vernetzung und Digitalisierung machen auch vor traditionellen Geschäftsbereichen und Unternehmen nicht halt.
Wer heute erfolgreich sein möchte, braucht den passenden Partner. Aktuelles Beispiel für eine solche Partnerschaft ist das Unternehmen Nintendo, das zwar in den 1990er Jahren sehr erfolgreich war, diese Erfolge jedoch nicht ins neue Jahrtausend transferieren konnte. Nun hat es mit „Pokemon Go“ einen der größten Erfolge der jüngeren Firmengeschichte verzeichnen können. Warum? Weil sich Nintendo u.a. mit Niantic einen absoluten Spezialisten im Bereich VR/AR ins Boot holte.
 Daher lautet insbesondere im IT-Bereich die beste Empfehlung: Suchen Sie sich passende Partner und vernetzen Sie sich. Nur in Zusammenarbeit mit Spezialisten können Sie Ziele erreichen und Projekte umsetzen, die Sie allein nicht schaffen würden.




6. Big Data für Big Business


„87 Prozent der Unternehmen berichten von zukünftig stark ansteigenden Datenmengen im Unternehmen.“ (Quelle: Deloitte (Hrsg.), Data Analytics im Mittelstand. Die Evolution der Entscheidungsfindung, 2014, S. 5). Trotzdem ist Big Data ein Thema, das bei vielen mittelständischen Unternehmen und insbesondere bei Handwerksbetrieben noch nicht angekommen zu sein scheint.
Dabei ist Big Data gar keine so neue Sache – vielmehr werden heute Erkenntnisse und Daten unter einem neuen einprägsamen Begriff subsummiert, die auch schon vorher vorhanden waren. Durch die digitale Transformation und die fortschreitende Digitalisierung haben sich lediglich die Menge der Daten und die Methoden und Möglichkeiten ihrer Verarbeitung gewandelt. Das heißt, im Kern befassen sich die meisten mittelständischen Unternehmen und Handwerksbetriebe schon mit Big Data – und wenden die daraus gewonnenen Erkenntnisse auch bereits an. Was sie jetzt anpassen müssen, sind die angewandten Methoden und Konzepte, um zur bestmöglichen Entscheidung für das Unternehmen zu gelangen. Dabei sind Data-Analytics keinesfalls ein IT-getriebenes Thema, sondern sollten bei den Fachabteilungen, beim Management und der Geschäftsführung angesiedelt sein. Die IT ist jedoch stark in die operative Umsetzung und die damit verbundene Bereitstellung der benötigten Infrastruktur eingebunden. Hier kommt es vor allem auf leistungsfähige Server an, die schnell und flexibel skalierbar sind und dabei gleichzeitig eine hohe Verfügbarkeit besitzen. Damit bilden Dedicated Server und Big Data eine ideale Kombination, die maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen kann.

Der Autor Jens Zeyer ist Marketing & PR Executive | Marketing & Sales bei der OVH GmbH

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