Was boomt, was floppt

Den Business-Trends der Spur


44 likes

Was sind die Themen der Zukunft, wo liegen die größten Chancen, welches sind die Trends, aus denen sich nachhaltige neue Geschäftsmodelle ableiten werden? StartingUp stellte die zehn wesentlichen Boom-Themen zusammen und bat 15 Professoren deutscher Entrepreneurship-Institute um ihr Ranking. Hier das Ergebnis:

 

 

 

  Das Trend-Ranking

 

1. Mobile Kommunikation kommt voran

 "Mobile" ist künftig nicht nur ein Schlagwort, sondern wird standardmäßig in alle strategischen und operativen Unternehmenstätigkeiten eingebunden. Trendthemen können sein: "Mobile Payment","Location Based Services" und Apps, die Suchfunktionen mit sozialen Netzwerken verknüpfen. Beispiele für entsprechende Anwendungen sind: Gowalla.com, Foursquare.com, Zillow Real Estate Search.

2. Der Markt für Senioren blüht

Der Markt für Senioren blüht. Die Gesellschaft wird immer älter, als nächstes werden die Babyboomer alt, also die geburtenstarken Jahrgänge von 1955 bis 1965. Gleichzeitig passen sich die Märkte und Technologien den Bedürfnissen der älteren Zielgruppe an. Beispiele: Supermärkte mit niedrigen Regalen und Rollstuhl-kompatiblen Einkaufswagen, telefonischer Tech-Support oder altersgerechtes Bauen. Da diese Generation länger berufstätig bleibt, müssen auch die Unternehmen entsprechende Arbeitsplatzbedingungen schaffen.

3. Soziale Netzwerke verbinden sich mit E-Commerce

Man diskutiert über Soziale Netze nicht mehr als neue, coole Instrumente, man implementiert sie vielmehr ganz selbstverständlich und schafft Strategien für einen ROI, d.h. E-Commerce und Soziale Netze verbinden sich. Shops wie HauteLook, Rue La La oder Best Secret zählen auf Online-Empfehlungen anderer Social-Media-Nutzer. Eng hiermit verknüpft ist der Trend, der auf Platz 5 gelandet ist: "Suchmaschinen werden sozial".

4. Energieeffizienz wird profitabel

Nach dem Cleantech-Boom der letzten Jahre kommt das Thema Energieeffizienz auch beim Endverbraucher voll an. Öko-Produkte werden begehrenswert und chic, Nachhaltigkeit wird profitabel gemacht. Cleantech-Unternehmen versuchen Geld zu verdienen, z.B. indem sie helfen, Energie einzusparen. Beispiel: Kofler Energies Club.

5. Suchmaschinen werden "sozial"

Surfer können zum Beispiel erkennen, wer in ihrem Sozialen Netzwerk den Makler kennt, den sie gerade engagieren wollen. Oder wer sich im Freundeskreis für die gleichen Schuhe interessiert, die Sie sich gerade kaufen wollen. Zu erwarten ist die volle Integration und Automatisierung des "sozialen Surfens".

6. Trusted Networks als Scouts

Trusted Networks helfen bei der Orientierung. Die gute Nachricht lautet nämlich: "Man findet alles im Netz", und die schlechte Nachricht lautet: "Man findet alles im Netz". Mit anderen Worten: Die Vielfalt der Offline-Welt lässt das Angebot immer unüberschaubarer werden. Somit werden "Trusted Networks" wichtiger, also Content-Anbieter, für deren Services – die zunehmend als Apps ausgeliefert werden – man bereit ist, einen Mehrpreis zu bezahlen.

7. Comeback der Tourismusbranche

Zahlreiche Studien sagen der Reisebranche das beste Jahr seit langem voraus. So hat die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) ermittelt, dass 23 Prozent der von ihr Befragten 2011 "mehr, also häufiger oder länger" Urlaub als im Vorjahr machen wollen. Fast ebenso gute Werte liefern Umfragen der GfK und von Emnid. Davon werden auch Apps in diesem Segment profitieren, wie etwa Flugstatus-Apps, Übersetzungs-Apps, Restaurant-Finder und Apps für Wandertouren und Stadtführungen.

8. Online- und Offline-Welt wachsen zusammen

Beide Welten stehen nicht länger im Wettbewerb zueinander, sie ergänzen sich vielmehr. Beispiele: Online-Medien bringen den Verbraucher dazu, offline zu handeln, d.h. einen Laden zu besuchen, an einer Veranstaltung teilzunehmen etc. Die erfolgreichsten lokalen Geschäfte werden diese Strategie in ihren Marketing-Mix implementieren und deren Conversion ganz einfach an der Zahl der geschüttelten Hände und Umarmungen messen. Ein aktuelles Erfolgsbeispiel ist groupon.com

9. Fitness wird noch wichtiger

Der Job fordert immer mehr, jeder Euro muss erkämpft werden. Dennoch steigt der Bedarf an einfachen, kostengünstigen Wegen des persönlichen Workouts. Beispiele: Kleingruppen bis zu sechs Leuten teilen sich einen persönlichen Fitnesstrainer, der Homefitness-Markt boomt.

10. Luxus wird günstiger

Das Verbraucherverhalten hat sich während der Rezession geändert – in Richtung eines gesteigerten Preis- und Wertbewusstseins. Der Handel hat dies durch immer ehrgeizigere Angebote zusätzlich begünstigt. Diese Erwartungshaltung gilt auch für die Post-Rezessionsära. Beispiel: Jil Sanders "Billig"-Kollektion "Navy".